Unfertig

Manchmal wird es uns schmählich bewusst: Wir sind nicht perfekt. Es gibt immer irgendetwas, das wir nicht können, etwas das wir anders hätten machen oder besser hätten wissen sollen. Wir fühlen uns unfertig. Und die Wahrheit ist: Wir alle sind unfertig und unvollkommen.

Das kann aber auch ein Vorteil sein: Es gibt uns die Möglichkeit auf Veränderung einzugehen und uns weiterzuentwickeln. Wenn du vor 5 oder 10 oder 20 Jahren ein perfektes Ich entworfen hättest, dass sich dann nicht mehr verändert hätte – es würde vermutlich gar nicht mehr in dein heutiges Leben passen. In unterschiedlichen Lebensphasen sind uns meist völlig andere Dinge wichtig. So heißt Unfertig-Sein nicht nur Fehler zu machen und Lücken zu haben, sondern kann auch heißen, flexibel und offen zu sein für Neues. Was heißt Unfertig-Sein für dich? Und wo erlebst du es vielleicht gerade besonders?

Sende uns deine Ideen, Erfahrungen und Eindrücke!

3 Antworten auf „Unfertig“

  1. Ich bin jetzt 56. Manche Sachen kann ich, wie zum Beispiel Hefekuchen backen. Das habe ich über die Jahre gelernt und geübt, es klappt nicht immer, aber doch meistens. Anderes ist halbfertig und wird auch nicht mehr fertig werden: richtig gut Fagott spielen; Qechua, die Sprache meiner bolivianischen Freund:innen, fließend sprechen können…
    Meine Zeit ist begrenzt. Ich kann nicht alles lernen, nicht alle Wege stehen mir (noch) offen. Jede Entscheidung “für” war auch eine Entscheidung “gegen” etwas.
    Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – bin ich ziemlich zufrieden, so, wie es ist.

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