Schon und noch nicht!

Du siehst es schon – kannst den Duft des Kaffees riechen. Auf deiner Zungenspitze schmeckst du schon den wunderbaren Geschmack. Fast kannst du die Tasse schon greifen… Alles ist schon da – aber noch ist es nicht ganz bei dir angekommen.

So ähnlich verstehe ich Jesus, wenn er vom Reich Gottes spricht. Es ist schon mitten unter uns – und es kommt auf uns zu. Es verändert schon unsere Welt, auch wenn sie noch nicht soweit ist.

Die Welt mit offenen Augen sehen ist manchmal hart: Da ist Neid, Korruption, Missgunst. Da sind Naturkatastrophen, Umweltverschmutzung. Da ist Krieg, Gewalt und Angst. Wie gut tut es da, die Augen zu schließen – alles in weite ferne rücken zu lassen und vor dem inneren Auge eine Welt entstehen zu lassen, die so ganz anders ist.

Die Welt mit offenen Augen sehen kann aber auch wunderschön sein: Kinderlachen, blühende Gärten, Menschen, die einander vertrauen. Da ist ein Stück Himmel mitten im eigenen Leben.

Beides zusammen zu bringen. Geht das?

Man wird auch nicht sagen können: ›Seht, hier ist es!‹ oder: ›Es ist dort!‹

So einfach ist es nicht. Aber:

Das Reich Gottes ist mitten unter euch.
Lukas-Evangelium 17,21

Also: Deine Welt der geschlossenen Augen – dein Traum vom Himmel auf Erden – wird wahr, wenn du sie öffnest. Sie ist um dich herum!

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