Die Woche vorknöpfen

Heute ist der Tag des Knopfes. Du fragst dich jetzt vielleicht was so ein banaler „Feiertag“ mit dir zu tun hat? Knöpfe sind unsere alltäglichen Begleiter: digital und manuell – ob Smartphone, Mantel oder Kaffeemaschine. Da kommen an einem Tag schon ganz schön viele zusammen! Zwei Fragen knöpfen wir uns diese Woche vor.

Gemäß dem Motto „Under pressure“ gibt es auch Druckknöpfe im Leben. Unsere erste Frage für diese Woche lautet also: Welcher Druck sprengt gerade deinen Knopf?

Neben den Dingen, die dich unter Druck setzen gibt es aber auch bestimmt Dinge, die dir dabei gerade helfen können! Demgemäß lautet unsere zweite Frage für die Woche:

Was brauchst Du gerade auf Knopfdruck?

Das soll aber nicht nur eine Frage sein, sondern auch eine Wochenaufgabe: Immer, wenn du bewusst einen Knopf betätigst, mache dir klar wie es dir in diesem Augenblick geht und was du auf Knopfdruck bräuchtest.

Einen Kaffee? Einen Witz? Eine Umarmung? Ein Haustier zum Kuscheln? Ein Kompliment? Warme Hausschuhe?…

Teile Deine Wünsche mit einer kurzen Nachricht an uns.

„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.“

Joachim Ringelnatz

In diesem Sinne wünschen wir dir eine entspannte Woche – lass dir nichts „abknöpfen“ und mache hoffentlich an offene Projekte einen „Knopf“ dran ?

Eine Antwort auf „Die Woche vorknöpfen“

  1. Hallo ihr Lieben,

    seit dem 20.10. bin ich in Quarantäne, d. h. mit einem Tag Unterbrechung bis ich wieder zur Kontaktperson 1 wurde. Ich bin wiederholt negativ getestet, aber meinen Partner hat es ziemlich hart erwischt, körperlich und psychisch. Ich bin hier zu Hause, er in der Klinik und ich kann ihm nicht helfen. Dieser Druck sprengt gerade meinen Knopf, meinen Kopf.

    Wie gut, dass es diese verteufelten Medien gibt, ein Knopfdruck am Handy und ich nehme in der Abgeschiedenheit meiner Wohnung am Leben meiner Freundinnen, Freunde und Kolleginnen teil. Sie machen mir Mut und tragen mich durch diese irreale Zeit und ich weiß, dass sie uns teilweise im Gebet begleiten. Das tröstet mich ganz besonders. Gestern hat mir eine Freundin die Kommunion nach dem Gottesdienst nach Hause gebracht. Wir haben eine Andacht gefeiert, zu zweit mit Schutzmasken an meinem Esstisch, die Lesung von den Talenten hat mich sehr angesprochen, gemeinsam haben wir Fürbitten formuliert, die uns mit Menschen, die uns nahe stehen, verbunden haben. Der Leib Christi hat mich wahrhaftig gestärkt und gemeinsam haben wir das Vater unser gebetet. Das hatte so was tröstliches, so was von Urkirche, daran will ich mich noch öfter erinnern, wenn meine Knöpfe wieder unter Spannung stehen.

    Knöpfe haben mich schon immer begeistert, weil es so vielfältige Farben und Formen gibt. Irgendwo muss noch ein Tütchen mit den silbernen Knöpfen für meinen Janker sein. Jetzt habe ich Zeit und Muße Knöpfe auszutauschen, noch bis Mittwoch bin ich zur Ruhe gezwungen, doch das sage ich euch, Corona hin oder her, am Donnerstag werde ich die Knöpfe tanzen lassen und unterwegs sein- endlich wieder raus zu dürfen ist mir so wertvoll geworden wie die edelsten Knöpfe und die sind ganz schön teuer.

    Was mir bewusst geworden ist in diesen Wochen der Quarantäne ist meine Abhängigkeit von meinen Mitmenschen, die für mich einkaufen, zum Kiosk; zur Post gehen und ich habe jetzt mehr Verständnis für meine betagten Eltern, die sich an diese Abhängigkeit mehr und mehr gewöhnen müssen. Deshalb möchte ich meine Kontakte bewusster pflegen und gestalten, denn gemeinsam schwierige Zeiten zu ertragen schweißt zusammen und macht stark.

    Habt vielen Dank für eure bemerkenswerten Impulse und verzeiht meine Gedankensprünge von einem Knopf zum andern.

    Es grüßt euch Ulli Klopfer

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